Impotenz - ein Tabu Thema

Unter Impotenz (lateinisch: Unfähigkeit) versteht man sexuelle Funktionsstörungen während des Geschlechtsverkehrs oder auch der Fortpflanzung. Sowohl die Beischlafsunfähigkeit (Impotentia coeundi), wie auch die Zeugungsunfähigkeit (Impotentia generandi) fallen unter den Begriff Impotenz. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter Impotenz allerdings hauptsächlich die Beischlafsunfähigkeit verstanden. Diese kann sowohl Erektionsstörungen, wie auch Ejakulationsstörungen betreffen. Halten die Schwierigkeiten beim Vollziehen des Geschlechtsverkehrs länger als sechs Monate an und sind mehr als 70 Prozent der Versuche des Beischlafs erfolglos, sprechen die Mediziner von einer erektilen Dysfunktion (kurz: ED). Experten vermuten aufgrund verschiedener Studien, dass 10 Prozent der Männer unter 40 Jahren und 40 Prozent der 40 bis 80-Jährigen an einer erektile Dysfunktion leiden. Da es eine hohe Dunkelziffer gibt, kann die Zahl der Betroffenen allerdings nur grob geschätzt werden.

hilfe bei impotenz

Die Ursachen einer Impotenz können sehr unterschiedlich sein. Sie kann einerseits psychisch bedingt sein und Resultat von schlechten sexuellen Erfahrungen, Kommunikationsstörungen in der Partnerschaft oder beispielsweise Scham sein. Aber auch physische Ursachen können der Grund für eine erektile Dysfunktion sein. Neben Störungen bei der Durchblutung, Schädigungen des Nervensystems oder zum Beispiel Hormonstörungen, können auch bisher nicht erkannte Erkrankungen, wie Diabetes, Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder eine koronare Herzkrankheit der Grund der anhaltenden Potenzstörung sein. Es ist daher unerlässlich einen Arzt zu konsultieren und die Ursachen der erektilen Dysfunktion abzuklären.

Über Impotenz wird im Alltag häufig gewitzelt und auch im Bereich der Schimpfwörter taucht die Impotenz immer wieder auf. Das macht es Männern, die unter Potenzproblemen leiden natürlich sehr schwer offen über das Thema zu sprechen. Sie haben Angst als Versager bezeichnet zu werden und fürchten sich davor von der Partnerin oder dem Partner nicht mehr als ganzer Mann wahrgenommen zu werden. Trotzdem ist es wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen und einen Arzt zu konsultieren. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten Potenzprobleme zu lösen oder zumindest zu verringern.